Geschäftsordnung

I Struktur der Vereinigung

Art 1 Ständige Mitglieder Ständige Mitglieder

sind je eine militärische Gebirgsschule pro Nation. Die ständigen Mitglieder sind in Beilage 1 aufgeführt.

Art 2 Mitglieder mit Beobachterstatus (Ständige Beobachter)

Weitere militärische Gebirgsschulen können unter folgenden Bedingungen als Mitglieder mit Beobachterstatus aufgenommen werden: - schriftliches Aufnahmegesuch über ein Ständiges Mitglied an den Sekretär der Vereinigung; - Aufnahme mit Zustimmung aller ständigen Mitglieder. Die militärischen Gebirgsschulen der Länder mit Beobachterstatus nehmen an allen Gemeinschaftsaktivitäten teil. Ihre Anwesenheit bei den Versammlungen beschränkt sich auf das Mitspracherecht. Nur eine Schule pro Nation kann mit Beobachterstatus aufgenommen werden. Die Mitglieder mit Beobachterstatus sind in Beilage 1 aufgeführt.

Art 3 Neue Ständige Mitglieder

Die Wahl zum ständigen Mitglied kann frühestens nach 2 Jahren Beobachterstatus und vorgängiger Organisation und Durchführung des Internationalen Treffens der militärischen Gebirgsschulen vollzogen werden. Das Aufnahmegesuch eines bisherigen Mitgliedes mit Beobachterstatus als neues Ständiges Mitglied muss schriftlich an den Sekretär der Vereinigung eingereicht werden und bedarf der Zustimmung aller ständigen Mitglieder.

Art 4 Vertretung

Jeder designierte Kommandant / Direktor der militärischen Gebirgsschule ist der offizielle Vertreter.

Art 5 Kompetenzen

Die Versammlung der Ständigen Mitglieder ist berechtigt, gemeinsame Austauschprogramme, internationale Zusammenkünfte, zukünftige Zusammenarbeit und Vereinbarungen im Rahmen ihrer Funktion als Gebirgsausbildungszentrum zu beschliessen.

Art 6 Beschlüsse

Entscheide und Beschlüsse sind verbindlich, sobald sie von den Schulkommandanten / Direktoren unterzeichnet sind, vorbehältlich der Zustimmung der vorgesetzten Dienststelle.

Art 7 Sekretariat

Das Kompetenzzentrum für Gebirgsdienst in der Armee (KompZenGebDA) in Andermatt (Schweiz) amtet als Sekretariat aller vertretenen Schulen. Sie hat alle Dokumente in den Sprachen der vertretenen Schulen zu sammeln und aufzubewahren. Mitteilungen, Dokumente, Vorschläge, Studien usw. der Mitgliedsländer sind dem Sekretariat zur weiteren Bearbeitung, zur Verteilung und zur Archivierung zuzustellen.

II Internationale Versammlung der militärischen Gebirgsschulen.

Art 8 Ziele

Die internationalen Versammlungen der militärischen Gebirgsschulen haben folgende Zielsetzungen:

  • Erreichen einer hohen gegenseitigen Übereinstimmung zwischen den Gebirgsausbildungszentren in allen Fachbereichen wie Ausbildungstätigkeit, Methoden, Techniken und Material
  • Kennenlernen des geografischen Umfeldes
  • Vermitteln gemeinschaftlicher Erlebnisse und Erfahrungen, welche den Konsens und die Kameradschaft fördern
  • Vollziehen, Konkretisieren und Bearbeiten von vorliegenden Vorschlägen durch die offiziellen Vertreter.

Art 9 Häufigkeit

Die Zusammenkünfte werden jährlich durchgeführt, wenn möglich alternierend Sommer / Winter. Die Vertreter der militärischen Gebirgsschulen können bei Bedarf und nach Absprache auch andere Arbeitszusammenkünfte organisieren.

Art 10 Organisation

Jedes Mitglied ist beauftragt, die Zusammenkunft gemäss folgendem Turnus zu organisieren: Schweiz, Österreich, Spanien, Deutschland, Italien, Slovenien und Frankreich. Von dieser Reihenfolge kann abgewichen werden, wenn Art 3 zum Tragen kommt oder ein Mitglied den Antrag stellt und die übrigen Mitglieder einstimmig dafür sind. Auch Länder mit Beobachterstatus (Ständige Beobachter) können das Jahrestreffen der militärischen Gebirgsschulen durchführen, sofern das Land 2 Jahre vorher darum nachsucht und die Zustimmung aller ständigen Mitglieder erhält.

Art 11 Teilnehmer

Bei jeder Zusammenkunft nehmen in der Regel mindestens 2 und höchstens 4 Personen pro Ständiges Mitglied und höchstens 2 pro Mitglied mit Beobachterstatus teil. Es können generelle oder persönliche Einladungen für jede Schule ausgefertigt werden. Dem Veranstalterland ist es freigestellt, auch Gebirgsschulen übriger Länder, mit höchstens 2 Teilnehmern pro Land, einzuladen. Diese Teilnehmer nehmen an allen gemeinsamen Veranstaltungen teil, mit Ausnahme der Sitzungen der Kommandanten.

Art 12 Technische Kommission

Die internationale Vereinigung der militärischen Gebirgsschulen bildet im Rahmen der jährlichen Treffen die „Technische Kommission“ als Unterausschuss. Das Ziel der Technischen Kommission ist ein intensiver Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Gebirgskampfausbildung und Gebirgskampfeinsätzen sowie die Definition von gemeinsam getragenen Standards. In der Technischen Kommission sind alle ständigen Mitglieder mit zwei „Spezialisten“ ihrer militärischen Gebirgsschule vertreten. Die Koordinierung der Arbeit in der Technischen Kommission erfolgt durch einen gewählten Vorsitzenden.

Art 13 Tätigkeiten

Die organisierende Gebirgsschule legt ein Programm aller Gebirgsaktivitäten vor. Dieses Programm muss mindestens eine Sitzung der Gebirgsschul-kommandanten / Direktoren enthalten, anlässlich welcher spezifische Probleme behandelt und Entscheide getroffen werden. An der Tagung müssen mindestens 2 Tage eingeplant werden, an welchen die Technische Kommission gebirgstechnische und gebirgstaktische Probleme bearbeitet und anschliessend der Versammlung präsentiert.

Art 14 Sprache

Die vorliegenden Geschäftsordnung wird in englischer und deutscher Sprache redigiert und wird jedem Schulkommandanten/ Direktor zur Genehmigung und zur Aufbewahrung übergeben. Ein Protokoll mit den wesentlichen Schlussfolgerungen der Jahresversammlung wird in Englisch verfasst.

Art 15 Archiv

Jede militärische Gebirgsschule unterhält ihr eigenes Archiv. Darin bewahrt sie die Protokolle und andere wichtige Dokumente der Zusammenkünfte auf. Dies geschieht unabhängig von den Aufgaben des Sekretariats.

III Schlussbestimmungen

Art 16 Änderungen der internen Geschäftsordnung

Jede Änderung der Geschäftsordnung bedarf der einstimmigen Genehmigung der Vertreter (Schulkommandanten / Direktoren) aller ständigen Mitglieder. änderungsvorschläge müssen mindestens 3 Monate vor dem Treffen schriftlich an den Sekretär gestellt werden. Diese müssen auf die Traktandenliste der Tagungsordnung gesetzt werden.

Art 17 Austritt aus der Vereinigung

Dieser Schritt muss mindestens 3 Monate vor dem Treffen dem Sekretär schriftlich gemeldet und auf die Traktandenliste der Tagungsordnung gesetzt werden.

Art 18 Auflösung der Vereinigung

Der Vorschlag zur Auflösung der Vereinigung muss ebenfalls mindenstens 3 Monate vor dem Treffen schriftlich an den Sekretär gestellt und auf die Traktandenliste der Tagungsordnung gesetzt werden.

Art 19 Inkraftsetzung

Diese Geschäftsordnung wurde an der Jahresversammlung in Jaca/ Spanien am 12. Februar 2004 genehmigt und tritt sofort in Kraft.

Der Sekretär: Oberst i.G. Hans Wyrsch

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